Sonntag, 14. Oktober 2012

Wieder zu Hause


Das obige Bild ist Symbolhaft für unsere Pilgerreise. Fast Alles ist uns so gelungen wie wir es vorgehabt haben. Natürlich hatten wir mit kleinen Problemen zu kämpfen.
Es waren 30 wunderschöne Tage, in denen wir 2.732 Km und 30.658 Höhenmeter ohne irgendwelche Pannen geradelt sind. Auch unser Reisebudget haben wir nicht aufgebraucht, deshalb werden wir, als Dank für die unfallfreie Reise, den Rest für einen sozialen Zweck spenden.

Bedanken möchten wir uns auch bei Euch, Ihr habt uns überrascht! Im letzten Monat wurde unsere Internetseite über 3.000-mal aufgerufen. Danke!   Auch für die vielen guten Wünsche ein herzliches „vergelt’s Gott“.

Auch Seppi und Julia für‘s Abholen von Frankfurt und unseren Kindern für’s Willkommens-Menü, danke.
 

Liebe Grüße

           Rosi und Peter

Samstag, 6. Oktober 2012

Unser Abenteuer geht dem Ende zu

Die letzten drei Tage in Galizien haben wir genossen. Donnerstag fuhren wir das erste Mal Richtung Osten, nämlich vom Kap Finisterre bis nach Negreiro. (ca. 30 Km vor Santiago)

Freitag verbrachten wir fast den ganzen Tag in Santiago de Compostela. Es war ein herrlicher Tag – wolkenloser Himmel und endlich warm! 3Stunden saßen wir am Platz vor der Kathedrale und beobachteten das Ankommen der freudestrahlenden Pilger. Rosi hat auch nach alter Pilgertradition in einem nahen Restaurant eine Jakobsmuschel verspeist.


Samstag früh fuhren wir mit unseren Rädern direkt zum Flughafen. Es dauerte sage und schreibe 4 Stunden bis die Räder in Schachteln und unser Reisegepäck flugtauglich verpackt war. Ein Sicherheitsbeamter kontrollierte Alles extrem genau. Wollte uns sogar das mitverpacken der Radersatzteile und sonstiger Kleinigkeiten verbieten. Schlussendlich ging dann doch Alles gut.

Wir sitzen jetzt gemütlich im Flughafenhotel. Morgen geht’s um 9:15 nach Frankfurt Hahn, wo wir von Seppi abgeholt werden.

Wir freuen uns schon sehr auf zu Hause.

 Liebe Grüße und „Buen Camino“

                              Rosi und Peter

 

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Am Ende der Welt

Heute um 16 Uhr haben wir das Kap Finisterre erreicht - 2.623 Km, in 27 Tagen von Inzing bis zum Atlantischen Ozean.Unser kleines Abenteuer geht dem Ende zu. Wir radeln morgen wieder zurück Richtung Santiago.
 
 
Liebe Grüße Rosi und Peter

Dienstag, 2. Oktober 2012

In Santiago de Compostela angekommen

Nach 2.530 Km und 27.200 Höhenmeter haben wir Santiago erreicht. Wir sind Überglücklich! Haben die Kathetrale besichtigt, den Hl. Jakobus berührt und an der Pilgermesse teilgenommen. Auch das weltbekannte Weihrauchfaß pendeln haben wir bewundert.


Morgen geht es weiter zum Cup Fisterra (das Ende der Welt).

Liebe Grüße Rosi und Peter

Sonntag, 30. September 2012

Zwei emotionale Tage


Samstag, 29.9

Start in Rabanal bei 5 Grad. Es ging gleich zum  6 Km Anstieg auf‘s Cruz de Ferro auf  1450m. Es war ein sehr schönes Gefühl diesen für uns wichtigen Teil des Jakobs Weges  erreicht zu haben. Wir legten  den mitgebrachten Stein unter das Kreuz – ein sehr bewegender Augenblick.In  einer rasanten 15 Km Abfahrt ging‘s nach Molinaseca. In Ponferrada radelten wir bei der Templerburg vorbei. In Villafranca del Bierzo bestaunten wir die 4 Kirchen. (der Ort ist kleiner als Inzing). Nach 79 Km erreichten wir Vega de Valcarce wo wir uns ein Hotel leisteten. Am Parkplatz sahen wir kurz einen original gekleideten Torero.


Sonntag, 30.9


Start Vega de Valcarce um 9 Uhr, bei 2 Grad und wolkenlosen Himmel. Nach einem 18 Km langen angenehmen Anstieg kamen wir zum Wallfahrtsort O Cebero an. Wir besichtigten den kleinen galizischen Ort mit wunderschöner einfacher Kirche die nur aus Steinen gebaut wurde.
Plötzlich tauchte ein Bus voll Italiener auf. Einer setzte sich sofort auf mein Rad und ließ sich fotografieren. Sofort entstand ein lustiges Gespräch. Sie erklärten uns, dass sie auch Rennrad fahren. Mitten unter ihnen ein Priester der ein wenig  Deutsch verstand. Rosi erklärte ihm, dass wir in Inzing vor unserem Tour Start von unserem Pfarrer gesegnet wurden. Er nahm uns beide bei den Armen sprach auf Italienisch ein kurzes Gebet und Segnete uns  -  Wunderschönes Erlebnis.
Weiter ging’s über galizische Hügel nach Samos, Sarria bis nach Portomarin. Wo wir nach 94 Km und 1651 Hm in einer privaten Pilgerherberge eine sehr gemütliche Unterkunft gefunden haben.
Es sind nur noch 91 Km bis nach Santiago.
Liebe Grüße Rosi  und Peter

Freitag, 28. September 2012

300 Km vor Santiago


Das Atlantiktief hat uns voll erwischt!

Die letzten drei Tage in Spanien hätten wir uns anders vorgestellt. Am Dienstag, den 25.9 war es am schlimmsten. Wir starteten in Nejara und wollten bis Burgos kommen. Der böige, starke Wind hatte aber etwas dagegen. Auf der N120 war es unmöglich zu fahren, es blies uns ein Gegenwind mit ca. 70 Km/h böig entgegen, zudem wurden wir von einigen LKW mit sehr geringen Seitenabstand überholt – es war lebensgefährlich. Wir wichen auf den Jakobsweg aus. (Schotterweg) Teilweise schiebend konnten wir doch noch 63 Km  machen. In Villavranca übernachteten wir,  die Pilgerherberge war schon voll, aber wir fanden in  einem alten Schloss das zum Hotel umgebaut wurde Unterkunft. Es war ein Traum! Ein 3 gängiges Abendmenü mit Wein und Wasser um 12 Euro. Wir lernten Paul, einen evangelischen Pastor aus Dortmund kennen.

Am Mittwoch sind wir 120 Km bei  etwas weniger Wind bis nach Carrion de los Condes gekommen. Mittag war Rast in Burgos. Wir Übernachteten in einem Nonnenkloster.

Donnerstag, war es wie an den Tagen zuvor „saukalt“. 4 Grad wir zogen unsere komplette kalt Wetter Kleidung an. Sogar einige Km im Nebel (in Spanien) sind wir geradelt! Leichter Rückenwind. 110 Km waren heute nur so ein Spaß, so kamen wir schon um 16:00 Uhr in Leon an. Fanden sofort die Pilgerherberge – 4 Bett Zimmer mit Dusche und WC um 20.- Euro super! Eine Besichtigung von Leon ging sich noch vor dem Abendessen aus. Die Kathedrale ist beeindruckend!  Abendessen Pilgermenü mit Getränk um 9.- Euro.

Heute starteten wir ohne zu Frühstücken. Wollten in einem Mc Donalds das auf unserer Rute lag in Ruhe Frühstücken und Berichte Schreiben - nur Spanien ist anders – Öffnungszeit 24 Stunden, aber leider geschlossen. Es ging weiter bis zum nächsten Cafe, wir genossen Tortillas,  Vanillebrezen, Schokogebäck und Kaffee. Mittagessen in Astorga, und Besichtigung der Kathedrale und dem Bischofspalast. Unser heutiges Ziel ist Rabanal, das wir nach 70 km lockeres dahinradeln erreicht haben. Wir haben in einer gemütlichen Pilgerherberge Unterkunft  gefunden – erinnert uns irgendwie an  eine urige Almhütte.

Morgen wird wahrscheinlich der emotionalster Tag dieser Reise werden. Es sind nur einige Km und ca. 400 Höhenmeter bis zum Cruz de Ferro. Wir haben den Stein, den der Sozialsprengel Inzing mit dem Todesdatum unserer Mama und Oma, uns  bei der Jahres Gedenkfeier überreicht hat mitgebracht und werden ihn unter das Kreuz legen. Mir fällt es jetzt schon schwer diese Zeilen ohne Tränen in den Augen zu schreiben.

Da wir zeitlich recht gut liegen, können wir den Rest des Weges genießen.

Liebe Grüße Rosi und Peter
 

Montag, 24. September 2012

Wein zum Frühstück


Heute ein etwas anderer Bericht  -  Eintrag vom  24.09.12 von Rosis Tagebuch:
Bis jetzt 1.800 Km, heute 85 Km, 1.087 Hm und am Rad mit Pausen 8Stunden 15 Minuten
Estella – Frühstück um 7:00 Wetter gut. Haben aber wieder starker Gegenwind. Haben gleich auf den ersten  Kilometern ein wunderbares Pilgererlebnis, den Weinbrunnen in Ayegu „Bodega Irache“. Es sind schon viele  Pilger angestanden um sich den guten Wein vom Brunnen zu holen. Beeindruckend! Heute hatten wir am Vormittag ein ganz besonderes Licht. Die  Landschaft war wie im Bilderbuch! Wir versuchten Vieles mit dem Fotoapparat festzuhalten.
In Viana haben wir in einer wunderschönen Kirche  von einer älteren Dame einen Pilgerstempel bekommen.  Sie hat uns sogar Krapfen und Süßes geschenkt. Jetzt haben wir auch zwei Österreicher getroffen. Einen Steirer und Alois aus Linz, er ist schon durch Inzing gepilgert. Macht jetzt das letzte Teil des Jakobsweges. Gleich ging es weiter nach Logrono. Auf unserem Weg wächst der Rioja Wein, wir haben einige Trauben gekostet  - sehr gut!
Über einige Hügel ging‘s weiter nach Nejara. Jetzt sind wir in einer Pilgerherberge, in einem Schlafsaal mit 90 Betten! Es ist eine komplette Küche eingebaut. Ich habe Nudeln mit Sugo gekocht. In Nejara überragt ein großer roter Felsen mit vielen Höhlen – die begehbar sind, die Stadt.  
Haben heute  sehr viele Pilger gesehen. Nehmen alle unsere Lieben mit auf diesen vielen wunderbaren  Pilgerkilometern.
Uns geht es super – freuen uns über jeden Eintrag, oder E-Mails mit euren guten Wünschen – Danke!

Liebe Grüße Rosi und Peter